Verhaltenstherapie

Im Rahmen einer Verhaltenstherapie beschäftigen wir uns nicht nur mit sichtbarem, sondern auch mit „unsichtbarem“ Verhalten – also inneren Prozessen, dem Denken und Fühlen. Dabei ist es zunächst wichtig, wie das Verhalten, was Ihnen heute Probleme bereitet, entstanden ist – meist zur Bewältigung einer schwierigen (Lebens-)Situation. Die einstige Lösung kann heute zu Schwierigkeiten führen und einen Wunsch zur Veränderung auslösen.

Wir werden gemeinsam realistische Ziele festlegen und hilfreiche Möglichkeiten zur Bewältigung erarbeiten. Diese werden wir ganz konkret einüben, nicht nur in den Sitzungen. Dabei ist mir Transparenz und eine vertrauensvolle therapeutische Beziehung wichtig: Sie sollen immer wissen, was wir gerade tun und warum. Sie haben immer die Kontrolle darüber, ob und wie wir etwas Neues wagen. Daraus können dann Werkzeuge entstehen, die Ihnen auch über die Therapiezeit hinaus zur Verfügung stehen und so langfristige Veränderungen ermöglichen.

Die Verhaltenstherapie ist ein wissenschaftlich anerkanntes und in ihrer Wirksamkeit bestätigtes Therapieverfahren. Neben den verhaltenstherapeutischen Methoden nutze ich in meiner Arbeit Elemente der Schematherapie nach Young sowie der Akzeptanz- und Commitmenttherapie nach Hayes.

Traumatherapie

Psychischen und psychosomatischen Erkrankungen liegen in vielen Fällen traumatische Erfahrungen als Ursache oder Mitursache zu Grunde. Erfahrungen von psychischer, körperlicher oder sexualisierter Gewalt, womöglich seit der Kindheit, haben sich dann schädlich und schädigend auf Seele und Körper ausgewirkt. Durch Symptome von Depression, Angst, Essproblemen, selbstverletzendem Verhalten, Suchtmittelgebrauch oder unklaren körperlichen Beschwerden werden wir dann auf diese sogenannten Traumafolgestörungen aufmerksam.

Auch als Erwachsener können uns traumatische Erlebnisse treffen und ins Wanken bringen. Unfälle, Kriegserlebnisse oder Vergewaltigung können das bisher erlebte Gefühl von sicherem und kontrollierbarem Leben erschüttern und zu Symptomen von posttraumatischer Belastungsstörung führen. Dies zeigt sich meist in ständiger hoher Anspannung, erhöhter Schreckhaftigkeit und der Vermeidung von mit dem Trauma verknüpften Auslösern, z.B. bestimmte Orte.

Im Rahmen einer Traumatherapie möchte ich Ihnen eine freundliche und liebevolle Begleitung bieten, um Ihre innere Kraft zu reaktivieren und Ihnen Mitgefühl mit sich selbst mitzugeben. Dadurch möchte ich Ihnen ermöglichen, den Schrecken der Vergangenheit zu begegnen und gleichzeitig in der Gegenwart aktiv und erfüllend zu leben. Dabei ist es mir ein besonders wichtiges Anliegen, dass Sie immer das Steuer in der Hand haben. Das bedeutet, dass Sie immer wissen, warum wir etwas besprechen oder tun. Sie haben immer die Kontrolle darüber, ob, wie und wann es weitergeht.

Ich arbeite überwiegend nach der psychodynamisch-imaginativen Traumatherapie nach Luise Reddemann. Das bedeutet, dass ich immer den Ausgleich von innerer Stärkung und Begegnung mit dem Trauma im Blick behalte. Dadurch ist es auf einer stabilen Basis möglich, dem Grauen einen Namen zu geben und das Erlebte zu integrieren. In diese Arbeit integriere ich verhaltenstherapeutische Methoden, insbesondere im Bereich der Traumakonfrontation, wenn dies indiziert ist und von Ihnen gewünscht wird.

Behandlungsspektrum

  • Ängste und Phobien (z.B. Panikstörung, generalisierte Angst, soziale Ängste)
  • Depressionen
  • Traumafolgestörungen (z.B. posttraumatische Belastungsstörung)
  • Zwangsstörungen
  • Essstörungen (z.B. Anorexie, Bulimie, Binge Eating)
  • Suchterkrankungen (Alkohol, illegale Drogen)
  • Schmerzstörungen und chronische Schmerzen
  • Psychosomatische Erkrankungen
  • Psychische Störungen auf Grund körperlicher Erkrankungen
  • Persönlichkeitsstörungen
  • Burnout, Stress
  • Schlafstörungen